Backup im Tresor: Datenträger sicher aufbewahren – FAQ
Der Laptop im Büro in Backnang, die Backup-Festplatte daneben im Regal, der USB-Stick mit den Steuerunterlagen in der Schreibtischschublade: In vielen Haushalten und Betrieben in Stuttgart und im Rems-Murr-Kreis liegen die wichtigsten Daten an einem einzigen Ort. Brennt es oder wird eingebrochen, ist beides weg – das Original und die Sicherung. Hier beantworten wir Dir die häufigsten Fragen rund um Backups und Datenträger im Tresor – ehrlich und aus über 40 Jahren Praxis als Meisterbetrieb.
Gehört ein Backup überhaupt in einen Tresor?
Ja, wenn der Datenträger schwer zu ersetzen ist oder vertrauliche Daten enthält. Ein Tresor schützt vor zwei Dingen: vor Diebstahl und – je nach Ausführung – vor Feuer. Ein Backup, das im selben Schreibtisch liegt wie der Rechner, ist dagegen schnell mit weg. Entscheidend ist, dass Du Dir vorher klar machst, vor welchem Risiko Du Deine Daten schützen willst.
Reicht ein normaler Wertschutztresor für USB-Stick und Festplatte?
Nicht automatisch. Ein Wertschutztresor nach EN 1143-1 ist für den Einbruchschutz geprüft, nicht für den Schutz von Datenträgern im Brandfall. Gegen Diebstahl hilft er Dir sehr wohl; welche Variante zu Deinem Bedarf passt, erklärt unser Beitrag Tresor-Widerstandsgrad nach EN 1143-1. Wenn es um Feuer geht, zählt die Brandschutz-Klassifizierung – und die ist bei Datenträgern strenger als bei Papier.
Warum sind Datenträger empfindlicher als Papier?
Papier hält deutlich mehr Hitze aus als Elektronik und Magnetmedien. Brandschutz-Schränke der Klasse „P“ nach EN 1047-1 begrenzen die Innentemperatur auf etwa 170 °C. Für Datenträger sind das viel zu hohe Werte: Festplatten, SSDs, USB-Sticks, SD-Karten oder optische Medien nehmen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen Schaden, besonders in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit von über 85 %. Dazu kommen Ruß, Brandgase und Löschwasser. Deshalb gibt es für Datenträger eine eigene Klasse.
Was bedeutet „DIS“ beim Brandschutz?
„DIS“ steht in der Norm EN 1047-1 für Datenträger-Schutz (zum Beispiel S 60 DIS oder S 120 DIS). Hier wird die Innentemperatur auf rund 50 °C begrenzt, bei P-Schränken für Papier sind es etwa 170 °C. Die Zahl 60 oder 120 bezeichnet die Mindest-Schutzdauer in Minuten. Achtung bei „leichten“ Brandschutzschränken nach EN 15659 (LFS 30 P / LFS 60 P): Sie sind ausdrücklich nicht für Datenträger gedacht. Eine Übersicht der Klassen findest Du in unserem Beitrag Feuerschutzklassen bei Tresoren.
Kann ich einen Datenträger einfach in ein Papier-Brandschutzfach legen?
Davon raten wir ab. Ein Fach oder Schrank, der nur für Papier geprüft ist, kann sich im Brandfall innen so weit erhitzen, dass Datenträger beschädigt werden, auch wenn die Papiere noch lesbar sind. Es gibt spezielle Datenkassetten und Einsätze für diesen Zweck. Ob eine Lösung wirklich für Datenträger geeignet ist, erkennst Du an der ausgewiesenen DIS-Klassifizierung im Datenblatt – nicht an der Werbung. Bei uns klären wir das vorab persönlich mit Dir, bevor Du kaufst.
Was ist die 3-2-1-Regel und warum ersetzt der Tresor sie nicht?
Die 3-2-1-Regel ist eine bewährte Faustregel für Datensicherung: drei Kopien Deiner Daten, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine an einem anderen Ort. Ein Tresor ist ein hervorragender Platz für eine dieser Kopien – aber er ersetzt nicht die räumliche Trennung. Wer die Offsite-Kopie zusätzlich in einem Tresor an einem zweiten Standort oder verschlüsselt in der Cloud ablegt, ist deutlich besser aufgestellt als mit einer einzigen Festplatte im Büroschrank.
Muss ich Backups verschlüsseln, wenn sie im Tresor liegen?
Wir empfehlen es. Der Tresor schützt vor fremdem Zugriff, aber Verschlüsselung schützt zusätzlich, falls ein Datenträger doch einmal verloren geht, ausgeliehen oder entsorgt wird. Wenn Du oder Dein Betrieb personenbezogene Daten sichern (Kundendaten, Mitarbeiterdaten), spielen außerdem Datenschutz-Vorgaben eine Rolle. Das ist keine Rechtsberatung; für Deinen konkreten Fall wende Dich an Deinen Datenschutzbeauftragten oder Steuerberater.
Wo sollte der Tresor mit den Datenträgern stehen?
Trocken, möglichst nicht direkt neben dem Rechner und nicht an einer Stelle, die bei Wasser- oder Feuchteschäden zuerst betroffen ist. Gerade Keller haben oft erhöhte Luftfeuchtigkeit, die Elektronik und Datenträgern zusetzt; worauf es dort ankommt, steht in unserer FAQ Tresor im Keller. Allgemein hilft Dir unser Beitrag Tresor-Standort: Wo er im Haus am sichersten steht. Und: Leichte Tresore gehören verankert, sonst werden sie samt Inhalt abtransportiert – siehe Tresor verankern.
Welcher Tresor passt, wenn auch Bargeld und Schmuck hinein sollen?
Das kommt auf den Schutzbedarf an, ohne zu pauschalisieren:
- Für Dokumente, Datenträger und kleinere Wertsachen im Einbruchschutz ist unser COMPACT der günstige Einstieg.
- Für Schmuck, Uhren und Bargeld im Privathaushalt ist FLEX1 unsere Standardempfehlung.
- Bei erhöhtem Schutzbedarf empfehlen wir FLEX2 mit Widerstandsgrad 2.
Wenn Brandschutz für Dein Backup im Vordergrund steht, schau in unsere Kategorie FeuerSicher. Welche Variante zu Dir passt, findest Du in 30 Sekunden mit dem Königlichen Tresorfinder. Wir liefern deutschlandweit und montieren auf Wunsch am Aufstellort, Details auf unserer Seite Tresor-Lieferung deutschlandweit.
Was bedeutet das für Deine Sicherheit?
Ein Backup ist nur so gut wie sein Aufbewahrungsort. Prüfe, ob Dein wichtigster Datenträger einmal komplett ausfallen dürfte, und überlege, ob er in einen geeigneten, verankerten Tresor gehört. Wir von Compact Tresore in Backnang beraten Dich persönlich, seit 1981. Geht nicht gibt’s nicht – auch nicht bei der Frage, wohin mit dem Backup.
Jetzt beraten lassen: Starte mit dem Königlichen Tresorfinder oder stöbere in unseren Wertschutztresoren. Telefon: +49 7191 911 5000.
Quellen und weiterführend: VdS-Infothek „Datensicherungsschränke“ (vds.de); Norm EN 1047-1 (Normübersicht). Temperaturangaben sind Richtwerte der Norm-Klassen; maßgeblich ist stets das Datenblatt des jeweiligen Produkts.